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Wettbewerb „Die bedeutendsten Geotope Deutschlands" und Auszeichnung „Nationale Geotope"

 

Die Akademie der Geowissenschaften zu Hannover e.V rief über das Internet auf, sich ab 20. März 2004 innerhalb eines Jahres an einem Wettbewerb zur Erfassung und Ausweisung der fünfzig bedeutendsten Geotope in Deutschland zu beteiligen. Wegen der großen Resonanz wurde der Wettbewerb bis zum 30. Juni 2005 verlän­gert. Insgesamt wurden schließlich 180 Geotope zur Bewertung und Prämierung benannt, weitaus mehr, als ursprünglich erwartet.

Eine Jury der Akademie der Geowissen­schaften, bestehend aus führenden Fach­leuten und unter Beteiligung der Geologi­schen Dienste in den Bundesländern, hat im August 2005 siebenundsiebzig der eingereichten Vorschläge als bedeutendste Geotope bzw. Geotoplandschaften Deutsch­lands ausgewählt. Diese Geotope wurden mit der gleichzeitig stattfindenden Heraus­gabe eines Begleitbuches zum Wettbewerb, mit dem Prädikat „Nationaler Geotop" am 12. Mai 2006 in Hannover ausgezeichnet. Im internationalen Sprachgebrauch sind das „National Geosites".

Auszeichnung von 77 „Nationalen Geotopen“ nach Wettbewerb „Die bedeutendsten Geotope Deutschlands“ am 12. Mai 2006 in Hannover

 

Karte der Osterseen

1981 wurde dem 1086 Hektar umfassenden Areal der Status eines Naturschutzgebietes zuerkannt. Die Oberflächen der insgesamt 19 Gewässer machen davon rund ein Drittel aus. 494 Hektar entfallen auf Hoch-, Nieder- und Zwischenmoore, 172 Hektar auf naturnahen Mischwald. Etwa fünf Prozent der Osterseenlandschaft bestehen aus Uferregionen, Verlandungsgebieten und Wiesen. Ihren Namen (er geht auf das altermanische Wort ‚ostan’ im Sinne von ‚nach Osten’ oder ‚im Osten’ zurück) erhielt sie vom größten der – hydrologisch miteinander verbundenen - Gewässer. Von Informationstafeln ist der Verlauf mehr oder weniger ausgedehnter Wanderrouten abzulesen. Badeplätze sind naturgemäß nur sehr wenige ausgewiesen. 

Erstmals wurde im frühen 20. Jahrhundert auf den glazialen beziehungsweise postglazialen Ursprung der Osterseen hingewiesen. Als die bislang letzte (Würm)Eiszeit zu Ende ging und das bis weit ins Vorland reichende, gewaltige alpine Eisstromnetz sich langsam zurückzog, zerfiel auch im späteren Osterseengebiet eine Vielzahl unterschiedlich großer Toteisblöcke. Eingebettet in Ablagerungen aus Eisvorstoßphasen sowie in Schmelzwassersedimente (‚Oser’ und ‚Kames’ genannt)  blieben als ihre Negativformen, sozusagen, zumeist trichterförmige Hohlräume ganz unterschiedlichen Ausmaßes in der ‚Eiszerfallslandschaft’ zurück. Lediglich Mulden mit Anschluss ans Grundwassersystem präsentieren sich uns heute als Seen.
Artenvielfalt zeichnet die Vegetation des Osterseengebietes aus.

Magere Feuchtwiesen und Halbtrockenrasen sind im jahreszeitlichen Wechsel übersät mit Trollblumen, Mehlprimeln, Sumpfherzblatt, Enzian, Wiesensalbei, Wiesenbocksbart, Alpenflockenblume, Lichtnelken, Mädesüß, Gilb- und Blutweiderich, Wollgras und Orchideen ... An extrem nährstoffarmen Standorten gleicht das ‚fleischfressende’ Fettkraut den Stickstoffmangel durch Insektenfang mittels Blatt-Klebestreifen aus. In der Krautschicht des Osterseenwaldes findet die filigrane ästige Graslilie ideale Bedingungen. Das Nektar- aber auch Futterpflanzenangebot für Schmetterlinge, Schwebfliegen, Hummeln oder Bienen könnte vorteilhafter nicht sein. Libellen fühlen sich an den Osterseen ebenso daheim und genau so Amphibien.

 Bitte Wegegebot beachten!

 
 

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